Als wir heute früh nach Arzttermin und Einkauf nach Hause fuhren, sah ich kurz vor unser Haustür etwas dunkles auf der Straßen liegen, hocken... kein Schimmer wie ich es beschreiben soll. Und obwohl ich gar nicht genau wußte, was es denn nu eigentlich war, sagte ich zu Ralf: schau da sitzt ein Vogel. Wie gut, dass wir nicht nur in einer Sackgasse wohnen, sondern auch noch in einem Verkehrsberuhigten Bereich. Wer weiß was sonst mit dem kleinen Piep passiert wäre. Ralf wollte mir wohl erst nicht so recht glauben und musste sich erst einmal selbst überzeugen. Ein kleiner Spatz! Wir haben nicht lang überlegt. Spatzi muss geholfen werden. Ralf hat ihn eingefangen und mit nach oben genommen. Wir haben ihn dann erst mal in eine kleine Meerschweinchen-Transportbox gesetzt und los gegoogelt, wo denn in unserer Nähe eventuell eine Art Auffangstation für Wildvögel sein könnte.
Da in unserer Nähe nichts zu finden war, fiel mir nur noch der Tierpark Kunsterspring ein. Ralf rief dort an und bekam leider nur eine Telefonnummer von einer Stelle die sich mit Wildvögeln auskennen. Die meinten wir sollen ihn in einen Karton setzen und 24 Stunden abwarten... entweder er fliegt dann oder eben nicht. Toll!Für uns nicht wirklich zufriedenstellend. Also einen Tierarzt in unserer Nähe anrufen, auch wenn wir wissen, dass es hier keinen vogelkundigen Tierarzt gibt. Aber wie sich herausstelle, einer mit Herz und nur ein paar Minuten von uns entfernt.
Beim Tierarzt musste der kleine erst einmal zeigen, dass er ein Vogel ist und versuchte zu fliegen. Leider war es nur ein unkoordiniertes Flattern und er taumelte mit rechtsdrall über den Boden. Nach einer kurzen Untersuchung, beruhigte uns der Tierarzt, dass es nichts ernstes wäre. Die Kopfhaltung käme vom Trauma und in zwei bis drei Tagen sollten wir ihn wieder aufgepäppelt haben.
Wieder zu Hause, gab ich ihm erst mal ein bissel Wasser mit Traubenzucker. Begeistert war er nicht, aber ein paar Tropfen schluckte er. Nun mussten wir dann noch schnell einen kleinen Käfig von einem Bekannten holen. Der kleine Spatz kann ja die nächsten Tage nicht in der Transportbox verbringen.
In den Käfig hab ich dann bissel Futter und Wasser gestellt. Das Füttern von Wachsmaden klappte nicht so gut, da er die Made nicht richtig zu fassen bekam. Also bekam er davon auch noch drei in einen Napf und dann liessen wir ihn einfach in Ruhe.
Wenn er sich erschrocken hat, verfiel er in etwa wieder in die Haltung, die er auch hatte, als wir ihn fanden. Heute früh jedoch hatte er auch noch die Flügel abgespreizt um nicht um zu fallen.
Entschuldigt, die dunklen Bilder, aber das letzte was ich nu noch wollte ist den kleinen Piep mit dem Blitzlicht zu nerven.
Hin und wieder hört man ihn über die Zeitung laufen und er steigt auch schon mal auf die Leiter um etwas höher zu sitzen, aber futtern tut er leider noch nicht.
Update: 21:00 Uhr
Während Ralf und ich Abendbrot gegessen haben, hat der kleine Piep die Wachsmaden verdrückt *froi* Tja, da werden meine Geckos wohl die nächsten Tage ihr Futter teilen müssen *zwinker*