Merlin sitzt noch immer auf ihren zwei Eiern. Das da nichts mehr schlüpfen würde, war uns eigentlich schon länger klar. Bis zum Wochenende wollten wir sie ihr eigentlich noch lassen, allerdings fing Mim Merlin heute früh wieder an zu treten. Ohne lang zu überlegen machte Ralf eine kurze "Heimwerkermarkt"-Tour um noch ein paar Dinge zu besorgen, damit wir am Nachmittag die Nistkästen tauschen konnten. Schon der Gedanke daran, den Baumstamm in die Voliere zu bekommen, trieb uns den Schweiss auf die Stirn. Nur gut, dass es heute nicht so heiss werden sollte.
Da Ralf die Geier für die "Umbaumassnahmen" in die Küche sperren musste, standen wir arg unter Zeitdruck. Alles musste schnell gehen, weil die Beiden in der Küche schnell nervös werden, wenn die Tür zu ist. Letztendlich staunten wir über uns selbst, wie schnell und reibungslos alles klappte.
Als die Geier endlich wieder aus der Küche waren, belagerten sie erst einmal ihren Freisitz und registrierten die Veränderung gar nicht. Merlin war ja nachmittags eh schon immer etwas länger draussen, so das sie nicht sofort in die Voliere flog.
Als Merlin dann wieder zu ihren Eiern wollte war die Überraschung gross. Da stand nun dieses grosse, dunkle Ungetüm. Zusammen mit Papa ist sie dann aber schon mutiger. Madam Mim hingegen wich nicht vom Ast über der Vorlierentür und wartete erst mal ab.
Da Merlin nicht aufhört zu nerven, sieht sich Madam Mim genötigt den mutigen Hahn zu spielen. Es kostest ihn zum Teil echt Überwindung, aber was tut man nicht alles für die Frau, die man liebt.
Mim war bisher noch nicht drin. Über das Reingucken ging es noch nicht hinaus, aber Merlin ist fürchterlich am Quängeln, so das Mim nun bald seinen ganzen Mut zusammen nehmen muss, um seiner Herzallerliebsten sagen zu können, dass alles in Ordnung ist.